THW Helfer in den Trümmern des ausgebrannten Hauses.

Brand in der Badergasse

In der Nacht von Mittwoch dem 11. auf Donnerstag den 12. Februar 1959 wurden die Helfer des Ortsverbandes Bingen zu einem Häuserbrand in der Badergasse gerufen. Hier eine Abschrift des Einsatzberichtes vom 12. Februar 1959 im Original-Wortlaut:

Einsatzbericht über den Einsatz des Ortsverbandes Bingen beim Grossfeuer in der Badergasse.-(Altstadt) in der Nacht des 11. auf 12. Februar 1959.

Tag des freiwilligen Helfers

Eine der ersten Werbeaktionen des Ortsverbandes war die Präsentation am „Tag der freiwilligen Helfer“ im Juni 1959. An der Veranstaltung waren alle damals in Bingen vertretenen Hilfsorganisationen und die freiwillige Feuerwehr beteiligt. Der OV Bingen zeigte den im Jahr zuvor erhaltenen GKW und zugehörige Geräte und Ausstattung. Außerdem wurde eine Lautsprecheranlage aufgebaut.

Letztere gehörte dem THW und wurde in den späten 50er und frühen 60er Jahren häufig bei Veranstaltungen genutzt, beziehungsweise für andere Organisationen betrieben.

Waldbrand an der Burg Rheinstein

Am 3. September 1959 wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Bingen und dem Binger DRK Ortsverein auch der Binger THW Ortsverband zu einem großen Waldbrand an der Burg Rheinstein zwischen Bingerbrück und Trechtingshausen alarmiert.

Folgend die Abschrift der Original-Einsatzmeldung für den Landesverband  vom 4. September, geschrieben von THW-Geschäftsführer Frey:

 

Am Donnerstag, den 3.9. wurden durch Sirenenalarm, neben Feuerwehr und DRK, auch der Ortsverband Bingen des THW alarmiert. Es war ein Waldbrand in der Nähe der Burg Rheinstein ausgebrochen.
Am Standort des GKW (Anmerkung: Städt. Weingut in der Maria-Hilf-Str., heute Freiw. Feuerwehr) fanden sich sofort der Fahrer Otte und 5 Helfer ein. Eine weitere Anzahl etwas später eintreffender Helfer benützte andere Fahrgelegenheiten um zur Brandstelle zu gelangen.
Der Brand entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit vom Fuße des Berges an der Bundesstraße 9 in unmittelbarer Nähe von Burg Rheinstein und breitete sich infolge der großen Trockenheit rasch bis zum Gipfel des Felshanges aus. (etwa in 100 bis 150 m Breite und 200 m Höhe)

Unsere Helfer wurden zunächst zusammen mit Feuerwehrleuten auf der Höhe des Berges zum Auffangen des Brandes eingesetzt. Danach wurden am Berghang einzelne Feuernester beseitigt und einzelne brennende Bäume umgelegt.
Während des Brandes entstand durch die Hitze ein Steinschlag auf die Bundesstraße 9, wodurch der gesamte Verkehr während der Nacht durch die Polizei gesperrt werden musste.
Nach Einbruch der Dunkelheit wurde der Notstromerzeuger mit 2 Scheinwerfern eingesetzt. Die Brandwache für die Nacht stellte die Feuerwehr Trechtingshausen, sodaß das THW und die übrigen Organisationen gegen 22:00 Uhr entlassen wurden.

Einsatzleiter von THW-seiten war Heinrich Müller.