Bau der "Binger Abstützung" am Übungshaus.

Vorstellung der "Binger Abstützung"

Bei einer gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr Ingelheim und anderen Organisationen im Juni 1996 fand erstmals die Präsentation der neu entwickelten "Binger Abstützung" in der Öffentlichkeit statt.

Die "Binger Abstützung" wurde als Einsturz- und Kippsicherung für Häuser und Mauern entwickelt. Sie besteht aus vorgefertigten Elementen aus Bauholz, welche über Stahlwinkel als Gelenk mit einander verschraubt sind. Die Verstrebung der Elemente am Gebäude erfolgt mittels Stahlsprießen. Je nach Bedarf kann die Anzahl der Elemente beliebig erweitert werden.

Diese Abstützung kommt auch heute noch regelmäßig bei Gebäudeschäden zum Einsatz.

 

 

Gliederung des Technischen Zuges und der Fachgruppe Wassergefahren (Stand 1995)

OV Bingen erhält Technischen Zug

Nachdem im Jahr 1995 das Neukonzept des THW beschlossen wurde, wurde der bisher im OV Bingen vorhandene Bergungszug aufgelöst.

An seine Stelle trat der "Technische Zug", bestehend aus dem Zugtrupp und zwei Bergungsgruppen. Als Ergänzung erhielt der OV eine "Fachgruppe Wassergefahren". Der Technische Zug stellt seither die Standard-Einheit des THW dar.

Die Aufgabe des Technischen Zuges mit Fachgruppe Wassergefahren sind keine wesentlich anderen, als jene des Bergungszuges:

Der Technische Zug leistet umfassende technische Hilfe zur Rettung von Menschen und Tieren, sowie zur Erhaltung von Sachwerten bei Gefahrenlagen, einschließlich Wassergefahren. Er führt Erkundungs- Sicherungs- und Bergungsarbeiten durch, usw.

Signifikanter Unterschied war jedoch, dass das THW-Neukonzept nun den modularen Einsatz der Gruppen vorsah. So rückte nun nicht mehr der komplette Zug in den Einsatz aus, sondern je nach Lage konnten auch lediglich eine Bergungsgruppe oder Fachgruppe, oder eine Kombination daraus in den Einsatz gehen. Dies erlaubte dem THW größere Flexibilität bei der Reaktion auf bestimmte Lagen, als dies mit den Bergungszügen möglich war.

Was eine positive Seite hat, hat jedoch auch immer eine negative Seite. Durch die Umstrukturierung des Bergungszuges fiel eine Bergungsgruppe weg. Auch die Ausstattung und ein im Jahr 1994 neu erhaltenes Fahrzeug mussten abgegeben werden.