Repro 11920132 3 Helfer des OV-Bingen v.L.n.R.) G.Berg, N.Lauterbach, T.Lauterbach.

Hochwasser 1955

Nachdem im Februar 1955 der Rhein zugefroren war, kam es nach der Schneeschmelze zu Hochwasser. Aus diesem Grund kamen auch die Helfer des noch jungen Ortsverbandes des Technischen Hilfswerkes in Bingen zum Einsatz, um Sandsäcke zu füllen und Schutzdämme zu bauen.

Im Kampf gegen das Hochwasser des Rheins wurden rund 27.000 Sandsäcke in Bingen gefüllt und verbaut.

Kein eigenes Fahrzeug

Der Ortsverband verfügte weder über eine eigene Unterkunft, noch über eigene Fahrzeuge. Um wie nebenstehend zu einer Übung, oder zu Einsätzen zu kommen, mußten sich die Helfer Fahrzeuge bei der Stadt Bingen ausleihen.

Für die Ausbildung konnte ein Gerätekraftwagen (GKW) nebst Fahrer vom Landesverband in Mainz ausgeliehen werden. Dennoch wurden häufig Werbeaktionen wie Schauübungen, Dia- und Filmvorführungen organisiert.

Umzug ins alte Binger Rathaus

Im Jahr 1955 erfolgte auch der „Umzug“ des Ortsverbandes in das alte Binger Rathaus in der Kirchstraße 19 (heute steht dort das sog. Binger Kaufhaus, ehemals Karstadt / Hertie). Der OV hatte dort die Möglichkeit neben einem Büro- und Geschäftszimmer einen Ausbildungsraum und eine Kleiderkammer bzw. ein Magazin einzurichten. Praktische Ausbildungen wurden jedoch weiterhin im ehemaligen städtischen Weingut durchgeführt.